Vortrag von Professor Radermacher an der ZGB

Veröffentlicht am 27.06.2018 in Finanzen/Wirtschaft

 

Am Montag dem 25.06.2018 trafen sich einige Mitglieder des Ortsvereins der SPD Buchen, in der Zentralgewerbeschule in Buchen zu einem Vortrag von Professor Franz Josef Radermacher zum Thema „Bildung und Arbeit 4.0“.

 

Franz Josef Radermacher ist Professor für Informatik an der Universität Ulm und Leiter des Forschungsinstituts für anwendungsorientierte Wissensverarbeitung.

 

Herr Radermachers Vortrag, der sehr spannend und häufig auch den interessierten Zuhörern ein Lächeln auf die Lippen zauberte, begann mit der Frage, woher kommt Bildung eigentlich? Mit seinen Ausführungen nahm er uns mit in die Napoleonische Zeit und berichtete, dass Friedrich der Große erkannte wie wichtig Bildung für seinen Staat sein könnte. Da aber mittlerweile vieles global abläuft und auch mit Geld global gearbeitet wird, hat sich einiges verschoben. Weiter spannte er den Bogen von der Vorindustrialisierung bis in die Gegenwart. Auch mit dem Beispiel, dass immer weniger Landwirte immer mehr Leute versorgen können.

 

Anhand von einem Chip, der z. B. in den heutigen Mobiltelefonen zu finden ist, im Vergleich zu dem Rechner den man bei der Apollomission brauchte, zeigte er die rasante Entwicklung auf. Chancen, aber auch Risiken wurden beleuchtet und auch die soziale Komponente kam nicht zu kurz.

Die Gefahr für den Menschen bestünde oft darin, dass er den Sinn für das wesentliche, das wahre Leben vermissen ließe. Anschaulich machte der Professor dies an einem Beispiel eines Liebespaares, dass keine Zeit mehr hätte sich in die Augen zu sehen, da ihr Blick nur noch auf das vor ihnen liegende Mobiltelefon fiele oder die Menschen, die in Venedig die Rialtobrücke besuchten, diese eigentlich nicht wirklich gesehen haben, da sie viel zu beschäftigt waren ein Selfie zu schießen.

 

Wichtig für den arbeitenden Menschen wird bleiben sich weiter und fort zu bilden, ein Berufsleben lang. Besondern gefragt auf dem Arbeitsmarkt Menschen sein, die vielfältige Fähigkeiten haben und sich stets anpassen und umstellen können.

 

Auf die Frage hin, welche Zukunftsperspektiven Menschen passieren haben, denen keine ausreichende Bildung zu Gute kommt oder die nicht ausreichend gebildet werden können, meinte Herr Radermacher, dass jeder Mensch über Fähigkeiten und Talente verfügt. Die es gilt für sich zu Nutze zu machen.

 

Auch für das Handwerk warb der Professor aus Ulm, da dieser Markt in Zukunft gefragt sein werde, da trotz Digitalisierung alles immer noch manuell instand gehalten werden müsse. Er betonte, dass hier an der Zentralgewerbeschule schon viel dafür getan wird.

 

 

 

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