Die SPD Buchen besuchten mit der Reihe „wahrgenommen - wir fragen nach“ den TSV Buchen.
Zu Beginn führte der Vorsitzende Kurt Bonaszewski durch die Chronik. Der Verein wurde 1863 gegründet. Durch die Turnbewegung des Turnvaters Jahn schlossen sich 19 junge Männer zusammen, um den Vorläufer des Turn- und Sportvereins ins Leben zu rufen. Somit ist der Verein nicht nur einer der ältesten und größten in Buchen, sondern auch in Nordbaden.
Lange fehlten dem Verein geeignete Räumlichkeiten, sodass man in Gastwirtschaften oder in der alten Polizei turnte. In den 50er-Jahren entstand die Idee eine eigene Sporthalle in Eigenleistung zu bauen. Somit wurde das Gebäude nicht nur für den TSV wertvoll, sondern auch für die umliegenden Schulen, wie z. B. der benachbarten Jakob-Mayer-Schule. Zwar ist der Holzboden noch original, aber die Halle ist auf den neusten Stand der Technik gebracht worden, wie z. B. das Dach und die Photovoltaikanlage. Hinzu kam vor einigen Jahren das Gebäude der Geschäftsstelle.
Aber nicht nur die Gebäude haben sich positiv entwickelt, sondern auch die Anzahl der Mitglieder, die sich mit weit über 3.000 Mitglieder auf Rekordniveau bewegen. Ebenso wurde aus dem Turnverein eine sehr vielfältige Sportlandschaft mit zehn Sparten. Neben Turnen, Fußball, Handball, Basketball, Trendsport, Rehasport, Leichtathletik, karnevalistischen Schautanz bietet der TSV Volleyball und Schwimmen/Triathlon an. Ein besonderes Highlight ist die Hiphop-Breakdance-Gruppe, die viele nationale und internationale Titel gewannen.
Besonders interessierte sich der Kassierer der Buchener SPD, Alexander Weinlein, für die Verschmelzung mit VIVIO und die dortigen Angebote. Mit den Reha-Gruppen sind somit 82 weitere Kurse in der Woche, die auch in Senioreneinrichtungen in der Region angeboten werden.
Eine weitere größere Veränderung ist der Sportkinderkarten Wirbelwind und die Kooperation mit der Stadt Buchen.
Auf die Nachfrage des Vorsitzenden der SPD Buchen Markus Dosch wie die Zusammenarbeit der Stadt als Träger des Kindergartens und des TSVs funktioniert, antwortetet Kurt Bonaszewski nur knapp: „Wir sind sehr zufrieden.“
Zwar gibt es bezahlte Stellen, wie in der Geschäftsstelle oder den Stellen für das Freiwillige Soziale Jahr.
Unterstützt wird dies alles vom vor 30 Jahren gegründeten Förderverein. Auch deswegen sei der Turn- und Sportverein für die nächsten fünf bis zehn Jahre gut aufstellt, so Kurt Bonaszewski
Dennoch muss dieser Verein fast wie ein kleines Unternehmen geführt und geleitet werden. Erstaunlicherweise schafft es der Vorstand trotz den vielen Aufgaben ausschließlich ehrenamtlich zu arbeiten.
Der stellvertretende Vorsitzende der SPD Buchen Torsten Fahrbach betonte die Wichtigkeit des Vereins für das Zusammenleben in Buchen und interessierte sich über die Perspektive des TSVs. Hierbei hat Kurt Bonaszewski noch ein paar Wünsche. Vor allem ein Reha-Sportzentrum wäre eine Richtung, die er noch gerne umsetzen würde.
Zeitgleich müssen alle bisherigen Aufgaben gestemmt werden, wie die Abläufe der Kursangebote, die Einteilung der Trainerinnen und Trainer, die Mitgliederverwaltung und die das Gebäudemanagement. Bei letzterem war Kurt Bonaszewski etwas verwundert, da im Frankenlandstadion nach dem ein Teil der Tribüne abgerutscht diese abgetragen wurde und nicht mehr aufgebaut wurde. Somit fehlen ca. 500 Plätze. Auch, dass weder der TSV noch der Gemeinderat davon informiert wurde, sorgte für Unverständnis.
Abgesehen von diesem Versäumnis ist der TSV-Vorsitzende dankbar für die Zusammenarbeit der Stadtverwaltung und weiß deren Unterstützung sehr zu schätzen.
Die Reihe „wahrgenommen - wir fragen nach“ geht am Mittwoch, den 25.06. um 16:00 Uhr an der Meister-Eckehart-Schule weiter.