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Mobbing an Schulen - Diskussionsrunde mit MdL Katrin Steinhülb-Joos

Veröffentlicht am 15.06.2023 in Landespolitik

Der Kreisvorstand der SPD Neckar-Odenwald traf sich zusammen mit seinen jüngeren Mitgliedern online zu einem Austausch mit MdL Katrin Steinhülb-Joos aus Stuttgart mit dem Themenschwerpunkt Mobbing an Schulen.

Für die Kreisvorsitzenden Dr. Dorothee Schlegel und Markus Dosch ist die Landtagsabgeordnete bei dieser Diskussion die ideale Ansprechpartnerin, da sie über zehn Jahre den Schulalltag als Rektorin einer Stuttgarter Gemeinschaftsschule begleitete, nachdem sie 20 Jahre lang in vielen Funktionen in Schuldienst und Lehrkräfteaus- und Fortbildung tätig war. Als stellvertretende Vorsitzende ist sie nun im Ausschuss für Kultus, Jugend und Sport und schulpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion.

Dass hier in „The Länd” eindeutig großer Handlungsbedarf besteht, untermauert Katrin Steinhülb-Joos damit, dass jede und jeder sechste Jugendliche in der Schule gemobbt wird. „38 % der Schülerinnen und Schüler haben schon Erfahrungen mit Cybermobbing“, so die Landtagsabgeordnete. „Und oft genug beginnt Mobbing bereits in der Grundschule, auch in ländlichen Räumen. Denn die sozialen Medien unterscheiden hier nicht.“ Dabei gibt es jetzt schon eine ganze Reihe an Möglichkeiten im Bereich der Prävention, aber auch bei akuten Fällen sei man nicht untätig. Der Ansatz „No Blame Approach“, eine in der Schweiz und in Großbritannien erprobte Methode, sei ein gutes Beispiel für eine lösungsorientierte Vorgehensweise, die für eine bessere Situation sorgen soll, um von Mobbing betroffenen Schüler zu helfen und das Mobbing frühzeitiger zu stoppen. In Baden-Württemberg würde dieses Angebot von vielen Schulen wahrgenommen. Die Polizei unterstützt mit ihrer Präventionsarbeit, aber auch die Landesmedienzentrale und die Landeszentrale für Politische Bildung bieten hierzu Veranstaltungen auf freiwilliger Basis an. „In 85 % der Fälle, bei denen sich Klassen melden, konnten Lösungen geschaffen und Probleme gelöst werden“, so Katrin Steinhülb-Joos.

Doch „soziale“ Medien und die unkontrollierte Nutzung von Smartphones stellen Lehrkräfte, Eltern, Schulsozialarbeiter und die Gesellschaft vor eine große Herausforderung. Denn damit ist es weiterhin für Täter leichter möglich, ihre Opfer im Verborgenen zu mobben. Ein weiterer Fakt, nämlich „Cancel Culture“, also die öffentliche Ächtung von vermeintlichem Fehlverhalten, trägt zunehmend und massiv dazu dabei, Kinder und Jugendliche zu verunsichern. „Als Kind, als Jugendlicher hat man das Recht, einen Fehler zu machen, ohne gleich an den medialen Pranger gestellt zu werden“, ergänzt sie dabei. „Und das Netz vergisst bekanntlich nicht.“ Hinzu kommt, dass das Leben schnelllebiger geworden und vieles komplexer als früher ist.

Dennoch reicht es Katrin Steinhülb-Joos nicht, wie die Landesregierung arbeitet. Ihrer Meinung nach bräuchte es mehr verbindliche Sprachförderung für Kinder, die beim Lernen Schwierigkeiten haben. Hier sei mehr Begleitung und Förderung nötig. Denn frühzeitige gute Bildung unterstützt das Selbstbewusstsein, die Sozialkompetenz und den Umgang mit sozialen Medien.

Auch die Stärkung der Gemeinschaftsschulen und der Ganztagsschulen anderer Schularten sei ein wichtiger Baustein. Denn dort zeigen sich die Defizite und die Mobbingfälle schon deutlich früher, da die Schülerinnen und Schüler länger miteinander zusammen sind. Man müsse sich auch mehr um Schulen in den ländlichen Gegenden, wie z. B. dem Neckar-Odenwald-Kreis kümmern. Es sind schon lange nicht nur die vermeintlichen Brennpunktschulen der Städte, an denen Mobbing in seinen vielfältigen Auswirkungen vorkommt. Und der Blick muss sich auch verstärkt auf Kinder unterhalb der Oberstufe richten.

Auch die Stärkung von Klassenräten sei ein guter Baustein, um präventiv innerhalb einer Klassengemeinschaft zu arbeiten. Aber das braucht Zeit, mindestens eine Schulstunde pro Woche. Ebenso benötige man mehr Lehrkräfte und vor allem mehr Schulsozialarbeiter, die zudem für diese Themen auch sensibilisiert werden müssten. Die Berufseinstiegsbegleitung, aus der das Land in der Finanzierung ausgestiegen sei, müsse jedoch deutlich gestärkt werden.

Eine Form der Ausgrenzung finde auch schon in der Mensa statt, wenn sich Kinder aus den unterschiedlichsten, meist jedoch finanziellen Gründen abmelden. „Das Essen in den Schulen muss kostenlos sein“, ist ihre Forderung.

Am Ende betonte Dorothee Schlegel noch, dass die ganze Gesellschaft, aber auch die Eltern gefordert sein, um Mobbingfälle zu erkennen und dagegen vorzugehen. Dass für die SPD nicht nur Wissensbildung, sondern auch soziale Kompetenzen Bestandteil des Unterrichts sein müssen, ist nicht nur der Wunsch von Markus Dosch, sondern auch Notwendigkeit.

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