Besuch TutoRing

Veröffentlicht am 16.03.2021 in Ortsverein

Buchen. (do) Die SPD-Landtagskandidatin Dr. Dorothee Schlegel besuchte zusammen mit dem stellvertretenden SPD-Kreisvorsitzenden Markus Dosch das Institut TutoRing.

Das Institut befasst sich mit Nachhilfeunterricht, Familien- und Elternberatung, mit Trainings und Workshop, in dem auch der Kinder- und Jugendcoach Benjamin Doth mit viel Engagement aktiv ist. Er setzt sich hier in vielfältiger Weise für Kinder und Familien ein. Seit 2019 bietet er Trainingsprogramme für Eltern an, deren Kinder Autismus haben. Neben einem Grundlagentraining kann auch ein Aufbautraining genutzt werden. Ebenfalls steht er für Fragen zur Eingliederungshilfe zur Verfügung und ist als Verfahrensbeistand beim Amtsgericht tätig. Dort vertritt er die Belange von Kindern.

Bundesweit gäbe es unter allen Menschen ca. 1 % mit Autismus. Dies sei auf den Neckar-Odenwald-Kreis übertragbar, erklärte Benjamin Doth. In der Summe betrifft dies damit viele Kinder und Eltern. „Es muss auch im Kreis Beratung und Aufklärung stattfinden“, unterstrich Benjamin Doth. Woraufhin Dorothee Schlegel ergänzte: „Es ist ein lebenslanges Thema“.

Obwohl die Möglichkeiten der Unterstützung zunehmen, sei laut Benjamin Doth die Bürokratie für die Hilfestellung immer noch zu hoch. Habe man diese Hürde genommen, sei eine 15- bis 20-stündige Schulbegleitung mit einer Fachkraft von der ersten Klasse an und sogar bis zum ersten Schulabschluss möglich.

Wahrscheinlich hätte sich ohne das Engagement von TutoRing im Neckar-Odenwald-Kreis nur schwer ein Ansprechpartner für diese Themen gefunden und die Möglichkeiten zur Wahrnehmung der Unterstützungsmöglichkeiten wären schwieriger.

Daher brauche es, so Dorothee Schlegel, eine starke SPD, um die sozialen Themen nach vorne zu bringen.

Die Benachteiligung der Kinder, Schülerinnen und Schüler sieht man am deutlichsten daran, dass nur 6 % der autistischen Personen in einem gesicherten Arbeitsverhältnis landen, obwohl viele Betroffenen, laut Benjamin Doth, sehr fleißig und zuverlässig seien. Daher wünscht er sich mehr Offenheit gegenüber Lehrerinnen und Lehrer, Mitschülerinnen und Mitschülern sowie Arbeitgeberinnen und Arbeitgebern. Gerade jetzt sei dies wichtig. Die Pädagoginnen und Pädagogen würden die aktuelle Corona-Politik aushalten müssen und seien an der Belastungsgrenze. Es könne nicht sein, dass versäumte Schulzeit in der inzwischen sehr angespannten Situation in den Sommerferien nachgeholt werden müsse. Dies beträfe auch die Eltern, denen die Kräfte ausgehen. Auch fehle, was erschwerend dazu komme, derzeit der Bewegungsausgleich der Kinder.

Daher wünscht sich Benjamin Doth: „Die Menschen müssen wieder mehr von der Regierung gehört werden und dementsprechend handeln, gestalten und sich für die Anliegen der Betroffenen einsetzen. Dafür müssen auch mehr finanzielle Mittel zur Verfügung gestellt werden.“

Am Ende des Gesprächs betonte Dorothee Schlegel, dass sich jeder Mensch, an der richtigen Stelle, die es auch mithilfe von Beratern wie Benjamin Doth gefunden werden kann, einbringen könne und dass sie sich für alle, die normalerweise keine Stimme haben und normalerweise nicht gehört würden, einsetzen werde.