Pflege hat Zukunft

Veröffentlicht am 05.05.2019 in MdB und MdL

Pflege hat Zukunft mit MdB Heike Baehrens

„Pflege hat Zukunft“, war das Thema eines Vortrages und einer Diskussionsrunde mit der Bundestagsabgeordneten der SPD Heike Baehrens, welche auch Mitglied im Ausschuss für Gesundheit ist. Die ehemalige Geschäftsführerin des Diakonischen Werkes Württemberg besuchte zuerst das DRK Seniorenheim in Waldkatzenbach fuhr anschließend nach Buchen in den „Prinz Carl“ und stelle sich dort ebenfalls nach einer Präsentation den Fragen der Zuhörer.

Nach der Begrüßung des Vorsitzenden der SPD Buchen Markus Dosch setzte Sarah Borkes mit ein paar Eindrücken und ihrer eigenen Berufserfahrungen die ersten Impulse. Ihrer Meinung sei die Belastung für Pflegekräfte, Pflegehelferinnen und -helfer zu hoch. Ebenfalls bemängelte sie, dass Führungskräfte trotz höherer Qualifikation nicht entsprechend entlohnt werden und dass dies in keinem Verhältnis zu ausgebildeten Fachkräfte stehe. Sie forderte eine bessere Bezahlung für Pflegedienstleitungen und mindestens eine Hilfskraft pro Schicht.

Vor dem Vortrag und der Diskussionsrunde stellte die ehemalige Bundestagsabgeordnete und derzeitige Kreisrätin Dorothee Schlegel die Zahlen und die Situation im Kreis vor, aber auch den Ausblick in die Zukunft. Im Neckar-Odenwald-Kreis leben derzeit viele ältere Menschen. Dies könne dazu führen, dass die Zahl der Pflegebedürftige schnell steigt. Bald wird in Buchen auch der Pflegestützpunkt eröffnet, in dem man sich beraten lassen kann. Dies sei eine gute und wichtige Entwicklung zu sein, da viele Menschen bei der Bürokratie Hilfe benötigen und ihre rechtlichen Ansprüche nicht kennen. Im Kreis gäbe es derzeit 29 Pflegeheime, 1.958 Plätze und betreute Wohngemeinschaften. Unbekannt sei die Zahl der Demenzkranken, welche Dorothee Schlegel auf ca. 2.600 Personen schätzt.

Heike Baehrens blickte dennoch optimistisch in die Zukunft, auch wenn sie den Schlüssel von einer Pflegekraft auf 45 zu pflegende sehr kritisch sieht. Problematisch sei auch oft der Übergang eines Krankenhausaufenthaltes in den Pflegebereich. Ebenfalls als kritisch betrachtete sie, dass viele Einrichtungen wirtschaftliche arbeiten müssen und dass Beratungsangebote nicht finanziert werden. Dennoch seien viele wichtige Weichenstellungen vom Gesetzgeber in die Wege geleitet worden. Neben 13.000 neue Stellen, die nun durch die Krankenversicherung finanziert wird sollen auch die Fallpauschalen bei den Pflegepersonalkosten abgeschafft werden und dafür krankenhausindividuelle Vergütung eingeführt werden. Auch die bessere Vergütung beim Wegegeld in der ambulanten Pflege sei der richtige Weg. Dennoch fordert Heike Baehrens mehr. Sie wünscht sich eine Bürgerpflegeversicherung in der jeder einzahlt und in der der Stärkere den Schwächeren stützen sollte. Somit hätte die Pflege eine gute Zukunft.

Anschließend bedankte sich der stellvertretende Vorsitzende der SPD Buchen Alexander Weinlein bei Heike Baehrens und Dorothee Schlegel für den Besuch und der regen Diskussion und überreichte mit Markus Dosch ein kleines Dankeschön.

Dieser Abend hat gezeigt, dass die Abgeordneten in Bundestages nicht immer so weit weg sind, wie viele denken und dass jeder die Möglichkeit hat sich politisch einzubringen.

 

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