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Gückelberg: Flächensparend bauen statt neue Flächen ausweisen

Veröffentlicht am 08.10.2026 in Gemeinderatsfraktion

Die SPD-Fraktion Buchen stimmte mehrheitlich der Bebauung am Gückelberg zu. Volker Schwender sieht in der geplanten Nachverdichtung eine Möglichkeit, Wohnraumbedarf und einen sparsamen Umgang mit Flächen zusammenzubringen.

„Gemeinnutz geht vor Eigennutz" - für Volker Schwender ist dieser Grundsatz ein wichtiger Maßstab für die Bewertung des Gückelberg-Projekts. Die geplante Bebauung solle nicht allein der Zahl der Wohnungssuchenden Rechnung tragen, sondern zugleich dazu beitragen, den Verbrauch zusätzlicher Flächen zu begrenzen.

Das Vorhaben setzt dafür nach Schwenders Darstellung auf zwei Prinzipien: Nachverdichtung und mehrgeschossiges Bauen. Geplant sind Gebäude mit bis zu vier Geschossen. Nachverdichtung kann unter anderem bedeuten, Baulücken innerhalb bestehender Bebauungspläne zu schließen und den vorhandenen Gebäudebestand besser zu nutzen.

Der stellvertretender Fraktionsvorsitzende verweist in seinem Statement auch auf das politische Ziel, den Flächenverbrauch zu reduzieren. Die Bundesregierung wolle ihn bis 2030 auf weniger als 30 Hektar pro Tag senken. Eine stärkere Nutzung bereits bebauter Flächen und eine höhere Baudichte seien wichtige Ansätze, um dieses Ziel zu erreichen.

Vergleich mit einem neuen Baugebiet

Volker Schwender argumentiert, dass flächensparendes Bauen durch Verdichtung, mehrere Geschosse und eine bessere Nutzung des Gebäudebestands ökologische Vorteile bieten könne.

Kritik gehört zur Demokratie

Er bezeichnet Kritik am Projekt als selbstverständlichen Teil einer lebendigen Demokratie. Zugleich warnt er davor, dass Kritik durch Polemik oder durch aus seiner Sicht unbelegte Zusammenhänge an Wirkung verlieren könne.

Bereits vor 28 Jahren habe er für die SPD-Fraktion beantragt, mehr als 200 unbebaute Grundstücke innerhalb rechtsgültiger Bebauungspläne in den Blick zu nehmen. Damals sei der Vorschlag abgelehnt worden. Heute werde flächensparendes Bauen auch über Fraktionsgrenzen hinweg stärker diskutiert, schreibt Schwender.

Die SPD-Fraktion mit Markus Dosch, Valentin Hoss und Volker Schwender stimmte der Bebauung am Gückelberg zu.

 

Komplettes Statement von Volker Schwender (stellvertretender Fraktionsvorsitzender)

Eines der wichtigsten Prinzipien unserer Demokratie lautet:
 
Gemeinnutz geht vor Eigennutz

Das vorliegende GÜCKELBERG-Projekt versucht mit 2 Baukriterien, nicht nur der Anzahl der Wohnungssuchenden gerecht zu werden, sondern auch ein ökologisches Ziel zu erreichen, nämlich der Flächenverschwendung durch niedrige Nutzungsintensität entgegenzuwirken:

1.  Bauverdichtung
2.  mehrgeschossiges Bauen (hier bis zu 4 Geschossen)

Bis zum Jahr 2030 möchte die Bundesregierung den Flächenverbrauch auf unter 30 Hektar pro Tag verringern. Das ist laut Forschern nur mit einer stärkeren Nutzung des Gebäudebestands und einer höheren Baudichte erreichbar. Diese Nachverdichtung erfolgt u. a. auch durch Schließung von Baulücken innerhalb rechtsgültiger Bebauungspläne, sofern möglich. Auch hat das Land B-W eine Initiative zur Aufstockung von Gebäuden gestartet. Wir befinden uns also mit dem GÜCKELBERG-Projekt in zweierlei Hinsicht auf dem richtigen Weg: bzgl. der Anzahl der Wohnungssuchenden und der ökologischen Ziele in punkto Reduzierung des Geländeverbrauchs.

Außerdem ist die Einführung eines Instruments „Innenentwicklungsmaßnahme“ im BauGB zur gezielten Aktivierung innerörtlicher Brachflächen und Baulücken in
der Diskussion. Dass das GÜCKELBERG-Projekt auf KRITIK stößt, ist eine demokratische Naturerscheinung:
Kritik – ein Recht, eine Pflicht, eine Gefahr

Natürlich hat jeder das Recht + die Pflicht zu kritisieren. Aber Kritik kann auch zur Gefahr werden: wenn sie polemisiert und Zusammenhänge konstruiert, die es nicht gibt. Der wohnungsbaubedingte Flächenfraß der letzten Jahrzehnte hat mich nicht erst vor 3 Monaten im ATU zur Befürwortung des Gückelberg-Projektes veranlasst, bereits vor 28 Jahren stellte ich für die SPD-Fraktion den Antrag, die weit über 200 vorhandenen unbebauten Grundstücke innerhalb rechtsgültiger Bebauungspläne ins Visier zu nehmen: null Diskussion, aber totale Ablehnung, so war das damals. Inzwischen hat sich die formale in eine lebendige Demokratie verwandelt. Damals wie heute war die wohnungsbaubedingte Flächenverschwendung für mich und die SPD - übrigens auch für die Grünen, die übrigens im Ländle flächensparendes Bauen fordern - inakzeptabel und vermeidbar (Verdichtung / mehr Geschosse / Gebäudebestand optimal nutzen).
Das ökologisch orientierte Denken hat sich nicht nur interfraktionell, sondern auch kommunalpolitisch durchgesetzt:
Siehe Unterlagen:
-  Innenentwicklungspotentiale vorrangig nutzen
-  Unbebaute Außenflächen möglichst vermeiden
-  Versiegelungen, wenn möglich vermeiden (Rasengittersteine / Parkplätze)

Die SPD-Fraktion mit Markus Dosch, Valentin Hoss und mir stimmt dem TOP 09 zu.

Neues Baugebiet / Gückelberg:
Flächenverbrauch:

Gückelberg 5.240 m²     
Neues Baugebiet 33.000 m²
Versiegelung:          
Gückelberg 3.500 m²
Neues Baugebiet 19.800 m²

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